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Medizin und arabische Astrologie

8 Min. Lesezeit

Medizin und Sterne

In der mittelalterlichen arabischen Tradition waren Medizin und Astrologie eng miteinander verbunden. Grosse Aerzte wie Ibn Sina (Avicenna) und al-Razi betrachteten planetarische Einfluesse als wichtigen Faktor bei Diagnose und Behandlung. Jeder Planet regiert bestimmte Organe und Saefte, die die Gesundheit von Koerper und Geist beeinflussen.

Die vier Saefte

Das arabische Medizinsystem basiert auf der Theorie der vier Saefte: Blut (Luft, warm und feucht), gelbe Galle (Feuer, warm und trocken), schwarze Galle (Erde, kalt und trocken) und Schleim (Wasser, kalt und feucht). Das Gleichgewicht der Saefte ist direkt mit planetarischen Einfluessen im Geburtshoroskop verbunden. Ungleichgewichte verursachen Krankheit, und Heilmittel zielen darauf ab, die Harmonie wiederherzustellen.

Planeten und Organe

Die Sonne regiert das Herz und die Vitalitaet. Der Mond beherrscht das Gehirn und die Fluessigkeiten. Mars kontrolliert Blut und Muskeln. Merkur beeinflusst das Nervensystem. Jupiter regiert die Leber. Venus beherrscht die Nieren und das Fortpflanzungssystem. Saturn betrifft Knochen und Haut. Diese Entsprechungen leiteten Diagnosen und Behandlungen.

Guenstige Behandlungszeitpunkte

Die arabische medizinische Astrologie bestand auf der Wahl des richtigen Zeitpunkts fuer Behandlungen. Aderlassse, Reinigungen und Operationen mussten unter guenstigen Planetenkonstellationen durchgefuehrt werden. Die Mondposition wurde besonders ueberwacht, da sie Koerperfluessigkeiten und Heilung beeinflusst.

Modernes Erbe

Obwohl die moderne Medizin den humoralen Ansatz ersetzt hat, besteht das Interesse an Entsprechungen zwischen Planeten und Gesundheit fort. Die integrative Medizin interessiert sich fuer biologische Rhythmen im Zusammenhang mit Mond- und Planetenzyklen. Das Erbe der arabischen astrologischen Medizin beeinflusst weiterhin holistische Gesundheitsansaetze.