Der Pfau
Pavo
Hellster Stern: Peacock
Ueberblick
Der Pfau ist ein suedliches Sternbild, das etwa 378 Quadratgrad bedeckt und von den hollaendischen Seefahrern Keyser und de Houtman in den spaeten 1590er Jahren eingefuehrt wurde. Sein hellster Stern, passend Peacock (Alpha Pavonis) genannt, leuchtet mit Groessenklasse 1,9 und ist damit einer der helleren Sterne am suedlichen Himmel. Peacock ist ein blau-weisser Unterriese etwa 180 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das Sternbild liegt suedlich des Schuetzen und oestlich des Teleskops. Der Pfau war eines von zwoelf Sternbildern, die aus Beobachtungen waehrend der ersten hollaendischen Handelsexpedition nach Ostindien geschaffen wurden, wo die Entdecker die spektakulaeren Voegel aus erster Hand erlebt haetten. Er ist am besten von Juli bis September zu beobachten.
Mythologie
Waehrend der Pfau von europaeischen Seefahrern geschaffen wurde, hat der Pfau tiefe mythologische Wurzeln in vielen Kulturen. In der griechischen Mythologie war der Pfau Hera heilig, der Koenigin der Goetter. Als Heras Diener Argus Panoptes, ein Riese mit hundert Augen, von Hermes erschlagen wurde, bewahrte Hera sein Andenken, indem sie seine Augen in den Schwanz des Pfaus setzte. Deshalb tragen die Schwanzfedern des Pfaus ihre charakteristischen augenaehnlichen Muster. In hinduistischer Tradition ist der Pfau das Reittier des Gottes Murugan und repraesentiert Schoenheit, Anmut und Unsterblichkeit. In persischer Kultur symbolisierten zwei Pfauen, die den Baum des Lebens flankierten, die Dualitaet der menschlichen Natur und das Streben nach spiritueller Vollstaendigkeit.
Astrologische Bedeutung
Der Pfau kommt in traditionellen astrologischen Systemen nicht vor, aber der Pfau ist einer der symbolisch reichsten Voegel aller Weltkulturen. Er repraesentiert Schoenheit, Stolz, Auferstehung und das allsehende Bewusstsein, das durch die Augen in seinem Schwanz angedeutet wird. Die Faehigkeit des Pfaus, giftige Schlangen ohne Schaden zu fressen, machte ihn zu einem Symbol der Unbestechlichkeit und der Umwandlung negativer Kraefte in Schoenheit. Diejenigen, die mit Pfau-Energie verbunden sind, besitzen moeglicherweise ein natuerliches Charisma, kuenstlerisches Flair und die Faehigkeit, schwierige Erfahrungen in Quellen der Weisheit und Anmut zu verwandeln. Das Sternbild erinnert uns daran, dass wahre Schoenheit sowohl Licht als auch Schatten umfasst.
Beobachtungstipps
Der Pfau ist am besten von der Suedhalbkugel von Juli bis September zu beobachten. Der helle Stern Peacock dient als ausgezeichneter Ausgangspunkt und ist suedlich des Schuetzen leicht zu identifizieren. Das Sternbild enthaelt NGC 6752, einen der feinsten Kugelsternhaufen am suedlichen Himmel und den dritthelsten Kugelsternhaufen insgesamt. Mit blossem Auge unter dunklen Bedingungen sichtbar, ist er durch ein Fernglas atemberaubend und loest sich durch ein Teleskop wunderschoen in einzelne Sterne auf. NGC 6744 ist eine grosse Spiralgalaxie, die unserer eigenen Milchstrasse stark aehnelt und oft als Zwilling der Milchstrasse bezeichnet wird. Sie ist in kleinen Teleskopen als grosses, diffuses Leuchten sichtbar.