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Der Grosse Hund

Canis Major

Hellster Stern: Sirius

Ueberblick

Der Grosse Hund ist eines der bekanntesten Wintersternbilder, verankert durch Sirius, der mit Groessenklasse -1,46 der hellste Stern am Nachthimmel ist. Sirius ist auch einer der naechsten Sterne zur Erde in nur 8,6 Lichtjahren Entfernung, was teilweise seine aussergewoehnliche Helligkeit erklaert. Das Sternbild bedeckt etwa 380 Quadratgrad und liegt suedoestlich von Orion. Neben Sirius enthaelt der Grosse Hund mehrere weitere helle Sterne, darunter Adhara (Groessenklasse 1,5), Wezen (1,8) und Mirzam (2,0), was es zu einem der sternenreichsten Sternbilder macht. Die Milchstrasse durchquert den oestlichen Teil des Sternbilds und bietet reiche Sternfelder und Haufen fuer Fernglasbeobachter.

Mythologie

Der Grosse Hund stellt einen von Orions Jagdhunden dar, der dem grossen Jaeger treu ueber den Himmel folgt. In der griechischen Mythologie wurde der Hund manchmal als Laelaps identifiziert, ein magischer Jagdhund, der nie seine Beute verfehlte. Zeus versetzte Laelaps an den Himmel, als der Hund den Teumessischen Fuchs jagen sollte, ein Wesen, das bestimmt war, nie gefangen zu werden, was ein unloessbares Paradoxon schuf. Die Aegypter verehrten Sirius besonders und nannten ihn Sopdet, da sein heliakischer Aufgang Mitte Juli mit der jaehrlichen Nilflut zusammenfiel, dem lebensspendenden Ereignis, das ihre Zivilisation erhielt. Die 'Hundstage' des Sommers leiten sich von der Zeit ab, in der Sirius zusammen mit der Sonne aufgeht.

Astrologische Bedeutung

Sirius ist wohl der wichtigste Fixstern in der astrologischen Tradition. Als 'Hundsstern' bekannt, wurde er in vielen Kulturen mit Macht, Ehrgeiz, Ruhm und manchmal Uebermass in Verbindung gebracht. In der Fixsternastrologie traegt Sirius eine Jupiter-Mars-Natur, die Ehre, Ansehen und materiellen Erfolg verspricht, aber moeglicherweise mit Elementen der Gefahr oder des zu hellen Leuchtens. Die alten Aegypter bauten ganze Kalender- und Religionssysteme um Sirius auf. In spirituellen Traditionen wird Sirius oft als Quelle hoeherer Weisheit und kosmischer Lehre betrachtet. Die Verbindung zu den 'Hundstagen' verleiht Sirius Assoziationen mit intenser Hitze, Leidenschaft und der manchmal unbequemen Exponierung, die mit grosser Sichtbarkeit einhergeht.

Beobachtungstipps

Der Grosse Hund ist am besten von Dezember bis Maerz zu beobachten. Sirius ist unverkennbar als hellster Stern am Himmel, zu finden, indem man der Linie des Oriongueertels nach unten links folgt. An Winternaechten funkelt Sirius oft dramatisch mit Farbblitzen aufgrund atmosphaerischer Turbulenzen. Das Sternbild enthaelt den offenen Sternhaufen M41, leicht im Fernglas als verschwommener Fleck etwa vier Grad suedlich von Sirius sichtbar, mit etwa 100 Sternen. NGC 2362 ist ein kompakter, juwelenartiger Haufen um den strahlenden Stern Tau Canis Majoris. Die umgebende Milchstrassenregion bietet atemberaubende Schwenks mit dem Fernglas und enthuellt unzaehlige schwache Sterne und Haufen.